Beratung in Zeiten von COVID 19 – der IFD Würzburg geht neue Wege

Durch die Pandemie sind weite Teile des öffentlichen, privaten sowie beruflichen Lebens lahmgelegt. Die Probleme und Sorgen bleiben oder verstärken sich aber in vielen Fällen. Neue Fragen tauchen auf: Wie ist das mit dem Kurzarbeitergeld? Wie geht es weiter? Was darf der Arbeitgeber? Wie muss ich mich als Arbeitnehmer verhalten? Welche Rechten und Pflichten habe ich? Fragen, die alle betreffen, besonders aber (langzeit-)kranke und schwerbehinderte bzw. deren gleichgestellte Menschen. Sie haben es oft schwerer auf dem Arbeitsmarkt, da sie die „besondere Fürsorge“ des Arbeitgebers brauchen, wie es das Sozialgesetzbuch IX beschreibt.

Eva Klässer, Prokuristin des IFD Würzburg, bestätigt: „Momentan rufen verstärkt Arbeitnehmer*innen an, die Fragen haben, wie: Ich befinde mich in der stufenweisen Wiedereingliederung, nun schließt mein Betrieb vorübergehend oder geht in Kurzarbeit, wie geht es weiter? Oder: Ich gehöre nach einer Krebserkrankung mit meinem geschwächten Immunsystem zur Risikogruppe, wie soll ich mich verhalten? Und Arbeitgeber fragen nach zusätzlichen Hilfen oder wie das Schwerbehindertenrecht SGB IX anzuwenden ist.“

Bei all diesen Fragen kann der IFD beraten und helfen eine Lösung zu finden. Denn der IFD ist nicht auf eine Behinderungsart reduziert, sondern berät zu allen Erkrankungen und Behinderungsarten und den daraus entstehenden Problemen. Sinnesbehinderte Menschen werden genauso unterstützt wie Menschen mit psychischen oder chronischen Erkrankungen. Auch wenn ein/e Mitarbeiter*in seine Erkrankung noch nicht beim Versorgungsamt in Form eines Schwerbehindertenausweises hat anerkennen lassen, kann der IFD beratend tätig werden. Vielen Menschen mit Erkrankungen fehlt die Information, dass ein Herzinfarkt, ein Diabetes oder eine Krebserkrankung zu einer Anerkennung der Behinderung führen kann. Daher spricht der Gesetzgeber auch von „Nachteilsausgleichen“ und nicht von „Vorteilen“, die der erkrankte Mensch in Anspruch nehmen kann.

Erweitertes Angebot während der COVID-19 Pandemie

Aufgrund der steigenden Fragen und Unsicherheiten Seitens der Arbeitnehmer mit Vorerkrankungen oder Behinderungen hat sich der IFD dazu entschlossen ab sofort eine telefonische Beratung auch am Sonntag anzubieten. Eva Klässer erklärt: „Wir haben uns für eine offene telefonische Sprechstunde am Sonntag entschlossen, da wir bemerkt haben, dass viele Ängste Sorgen und Nöte gerade an den Wochenenden akut werden und die Menschen einen Ansprechpartner und Hilfe benötigen.“  Der IFD ist ab sofort immer sonntags von 14 – 16 Uhr unter der Telefonnummer (0931) 3 29 40-0 erreichbar.

Sprechstunden in der Übersicht:

Offene Sprechstunde:
jeden Dienstag von 16:00 – 18:00 Uhr ohne Termin, aktuell telefonisch: (0931) 3 29 40-0

Online Sprechstunde in Gebärdensprache: Für Menschen mit Hörbehinderung
freitags von 9:30 – 11:30 Uhr (via Skype: IFD Würzburg)

Angebot während der COVID 19 Pandemie – Sprechstunde am Sonntag:
telefonische Beratung sonntags von 14:00 – 16:00 Uhr unter der Telefonnummer (0931) 3 29 40-0