Der IFD auf der ersten Personalmesse der unterfränkischen Inklusionsbetriebe. Der IFD war mit einem Stand vertreten und konnte viele Fragen beantworten. Zudem hatte der IFD Würzburg einen Part im Bühnenprogramm. Frau Hoh (IFD-Fachberaterin) beantwortete zusammen mit Frau Hofmann (Inklusionsmitarbeiterin) die Frage:

Wie begleitet und unterstützt der IFD bei der Sicherung des Arbeitsplatzes?

Der Integrationsfachdienst (IFD) Würzburg ist seit dem 01.08.2023 mit einem Büro im Herzen von Gemünden vertreten. In der Altstadtpassage 1-3 befindet sich nun ein Standort des IFD im Landkreis Main-Spessart. Als Beratungsstelle unterstützt der IFD Menschen mit Schwerbehinderung und denen Gleichgestellte im Arbeitsleben bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive und bei der Stellensuche. Gleichzeitig ist der IFD für Arbeitgeber ein kompetenter Ansprechpartner in Fragen von schwerbehinderten oder denen gleichgestellten Mitarbeitern am Arbeitsplatz.

Zu einer kleinen Eröffnungsfeier gratulierten der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel, der Geschäftsführer der Mainfränkischen Werkstätten, Dieter Körber und der Koordinator der Integrationsfachdienste in Unterfranken des Inklusionsamtes, Wolfgang Fella. „Die Eröffnung der Beratungsstelle ist ein wichtiges Zeichen für alle Betroffenen in Main-Spessart: Wir lassen Euch nicht alleine. Schon deshalb bin ich sehr dankbar, dass der IFD die Räumlichkeiten hier in Gemünden bezogen hat“, so Rützel. Als Sozialpolitiker und als Vorsitzender des Bundestagsauschusses für Arbeit und Soziales ist der Gemündener Abgeordnete regelmäßig mit inklusionspolitischen Themen befasst: „Erst im April haben wir das Gesetz zum inklusiven Arbeitsmarkt beschlossen, mit dem Ziel mehr Menschen mit Behinderung eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen.“

Bis dahin ist es häufig ein langer Weg, der viel Unterstützung und Beratung erfordert. Genau dies leistet der IFD, der als Beratungsstelle gesetzlich im SGB IX verankert ist. „Mit der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten ist nun auch für Menschen mit Behinderung aus Main-Spessart eine bessere Erreichbarkeit und einfacherer Zugang zu den Angeboten des IFD gegeben“, freute sich Wolfgang Fella.

Dabei ist der IFD nicht auf eine Behinderungsart reduziert, sondern berät zu allen Erkrankungen und Behinderungsarten und den daraus entstehenden Problemen. Sinnesbehinderte Menschen werden genauso unterstützt wie Menschen mit psychischen oder chronischen Erkrankungen. Auch wenn ein/e Mitarbeiter*in seine Erkrankung noch nicht beim Versorgungsamt in Form eines Schwerbehindertenausweises hat anerkennen lassen, kann der IFD beratend tätig werden.
Vielen Menschen mit Erkrankungen fehlt die Information, dass ein Herzinfarkt, ein Diabetes, psychische Erkrankungen oder eine Krebserkrankung zu einer Anerkennung der Behinderung führen können.

Der Integrationsfachdienst unterstützt ganz konkret, wenn Arbeitnehmer*innen aufgrund einer körperlichen Erkrankung ihre gewohnte Arbeit nicht mehr absolvieren können und Arbeitgeber*innen Unterstützung bei der Suche nach einer geeigneten Tätigkeit benötigen. Hier kann beraten werden, welche Möglichkeiten aber technischen Hilfsmittel es gibt, oder ob Voraussetzungen für einen Beschäftigungssicherungszuschuss erfüllt sind. Oft ist es hilfreich gemeinsam mit dem Fachberater des IFD „als neutralen Dritten“, der Geschäftsleitung und/oder dem Vorgesetzten den betroffenen Mitarbeiter*innen die Arbeitsabläufe im Betrieb genau zu betrachten und nach geeigneten Arbeitsplätzen zu suchen.
Wenn ein Arbeitsverhältnis trotz aller Bemühungen beendet werden muss oder ein Mensch aufgrund einer Behinderung oder längeren Erkrankung keine Arbeitsstelle findet, unterstützt der IFD auch bei der Suche nach einer geeigneten Arbeitsstelle und bietet Maßnahmen in Kooperation mit der Agentur für Arbeit, den Jobcentern und Rentenversicherungsträgern zur nachhaltigen Vermittlung an.

Kontaktieren Sie den IFD gerne, auch wenn Sie unsicher sind, ob er der richtige Ansprechpartner für Sie ist. Am Besten erreichbar ist der IFD – auch zur individuellen Terminvergabe – per Telefon oder E-Mail:

IFD Würzburg, Standort Gemünden
09351/6041-323 oder 0931/25091-3600
info@ifd-wuerzburg.de


Bildunterschrift (Foto: Thiel Barbara)

Unterstützung auf den Weg in den und im Job für Menschen mit Behinderung aus Main-Spessart gibt es beim IFD in Gemünden (v.l.): Dieter Körber (Geschäftsführer der Mainfränkischen Werkstätten), Wolfgang Fella (Koordinator der Integrationsfachdienste in Unterfranken des Inklusionsamtes), Susanne Niederhammer (Leitung IFD), Gerda Hoh (Stellv. Leitung IFD), SPD-Bundestagsabgeordneter Bernd Rützel, Silvia Glassen (Fachberaterin) und Stefanie Seynstahl (Arbeitsvermittlung).

 

 

Der 18-jährige mit viel praktischem Geschick und Talent ergänzt ab dem 21. August  das Team um Jürgen Fottner. Über mehrere Wochen hatte sich der junge Mann in einem Praktikum mit seinen Fertigkeiten und großer Leistungsbereitschaft für diese Anstellung bewährt.

Die Gemeinde Estenfeld ist überzeugt mit Julian Troll einen Mitarbeiter gefunden zu haben, der das Team sinnvoll und effektiv ergänzt. Hier geht die Kommune einen neuen Weg und ermöglicht einem motivierten und einsatzbereiten jungen Mann - auch ohne Gesellenbrief - eine Anstellung mit Zukunft. Die Leistung zählt und die kann sich sehen lassen.

Schon in der Förderschule zeigte sich Julian Troll besonders praktisch begabt. So meldeten ihn die Lehrkräfte für die Maßnahme Übergang-Förderschule-Beruf an. Diese wird federführend von der Arbeitsagentur geleitet und durch den Integrationsfachdienst (IFD) Würzburg ausgeführt. Ziel ist es, über verschiedene Praktika eine sozialversicherungspflichtige Anstellung zu erlangen. Die IFD-Mitarbeiterin, Heidi Edelmann, unterstützte und qualifizierte den Schüler. Seinen Interessen folgend, suchte und fand sie Praktika im Freien. Julian Troll lernte die Arbeiten im Garten-Landschaftsbau, Lager und der Schreinerei kennen und ausüben.

All dies Wissen und erlernte Fertigkeiten fließen in die neue Tätigkeit ein. Im Wunscharbeitsbereich Bauhof überzeugt er schließlich mit seiner Arbeitsleistung, hohen Motivation und Zuverlässigkeit. Gerade auch in der Waldarbeit besticht er mit seiner umsichtigen Arbeitsweise. Das Bauhof-Team freut sich über den Zuwachs und Julian Troll wird weiter dazulernen und seine Leistung erbringen.

Der 4. Koordinierungskreis der EAA Unterfranken hat in den neuen Räumen des IFD Würzburg stattgefunden. Die EAA unterstützt Arbeitgeber rund um die Fragen der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Die Kooperation mit den Vertretern des Inklusionsamtes, Agentur für Arbeit, Jobcentern, Rentenversicherungsträgern, Bezirk IHK, HWK, den Wirtschaftsjunioren aus Unterfranken sorgt immer für interessanten Austausch und innovative Ideen.

Am 5.2.2024 durften IFD und EAA Würzburg einen Redebeitrag auf dem Jahresempfang des BVMW (Der Mittelstand.BVMW e.V. Mainfranken) im Bürgebräu leisten. Kurz vor dem Keynote Speaker Dr. Gregor Gysi  konnten wir vor über 300 Unternehmerinnen und Unternehmern der Region Mainfranken unser Thema in unglaublicher Atmosphäre präsentieren:

Chancen der Inklusion für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in Zeiten von Arbeitskräftemangel.

Neben vielen netten Gesprächen rund um das Thema des Abends:

 „Mittelstand ist Verantwortung“

und einem spannenden Beitrag von Dr. Gregor Gysi, waren wir überwältigt wie viele Gäste sich offen für die Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung und Krankheit zeigten. Bereits am Abend, aber auch im Nachgang wurden Kontakte erweitert und konkrete Vorhaben besprochen.

Für so manchen Anwesenden ist ein Anfang gemacht.

In Bayern fehlen mehr als 200.000 Arbeitskräfte. Trotzdem bleiben Menschen mit Behinderung häufig noch unberücksichtigt – dabei wären die eine echte Chance gegen den Personalmangel. Eine Gesetzesänderung ab diesem Jahr soll mehr Inklusion bringen.

 

https://www.br.de/nachrichten/bayern/inklusion-gegen-personalmangel-was-bringt-die-pflicht-zahlung,U0mbC5Y

 

EAA-Tag der offenen Tür für Arbeitgeber

Am 19.10. öffnete die EAA (Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber) die Türen. Sie befindet sich in den Räumen des IFD (Integrationsfachdienst) Würzburg am Bahnhofplatz 2 im sechsten Stock. Es waren interessierte Arbeitgeber eingeladen, hinter die Kulissen der Beratungsstelle zu schauen. In einem Impulsvortrag, wurden Mythen und Vorurteile gegenüber Menschen mit Schwerbehinderung im Kontext Arbeit thematisiert und widerlegt.

Die Vielfalt und vorhandenen Ressourcen von Menschen mit Schwerbehinderung im Arbeitsleben, welche eindrucksvoll von mehr als 40 Arbeitssuchenden bei der zeitgleich stattfindenden Bewerberbörse sichtbar wurde, regte die Anwesenden zum Nachdenken und Diskutieren an.


Alle Arbeitgeber  können bundesweit die EAA für eine unverbindliche Beratung und Unterstützung bei der Neueinstellung bzw. bestehender Beschäftigung schwerbehinderter Mitarbeiter kontaktieren. Das Angebot der EAA wird vom ZBFS (Zentrum Bayern Familie und Soziales) unterstützt und ist für Arbeitgeber kostenfrei.

Die Planung für Veranstaltungen im Jahr 2024 läuft bereits zu Themen wie: „Mitarbeiter mit langen AU Zeiten“ / „Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)“ / „Trennungsmanagement“. Melden Sie sich gerne bei uns, wenn Sie daran interessiert sind.

Wir sind nun neues Mitglied beim BVMW Mainfranken.  Zum Integrationsfachsdienst Würzburg GmbH gehört auch die Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber in Würzburg / Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber in Bayern (EAA). Die EAA übernimmt hierbei die Aufgabe, die Entwicklung und den Ausbau beruflicher Möglichkeiten für Menschen mit Behinderung anzuregen und zu begleiten. Das Angebot der Beratungsstelle, die zum Unternehmensverbund Mainfränkische gehört, ist für alle Beteiligten kostenfrei und vollkommen neutral. Es richtet sich sowohl an Menschen mit Behinderung, die bei der Suche nach einem Arbeitsplatz oder bei der Sicherung bestehender Arbeitsverhältnisse unterstützt werden, als auch an Arbeitgeber, die Menschen mit Behinderung beschäftigen oder beschäftigen wollen. Wir sind sehr froh über die Kooperation mit dem Mittelstand. BVMW.

Rund um das Thema „Inklusionsdebatte – Missverständnis (Schwer-)Behinderung“ haben sich die Teilnehmenden von Bezirk, Inklusionsamt, Agentur für Arbeit, Jobcenter, IHK, HWK, IFD und EAA ausgetauscht. Als Einstieg in die Thematik wurden anhand von Beispielen Grenzen der Barrierefreiheit aufgezeigt. Im Gespräch wurde deutlich, dass ebendiese Grenzen im Alltag oft nicht bewusst wahrgenommen werden. Vielmehr sind Vorurteile gegenüber Menschen mit (Schwer-)Behinderungen vorhanden, wie beispielsweise der Zusammenhang mit eingeschränkter Belastbarkeit und mangelndem Leistungsvermögen.

In Kleingruppen wurde in einem anregenden Austausch erarbeitet, wie Bedenken in Bezug auf die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung bei Arbeitgebenden reduziert werden können. Als unerlässlich wurde die Beratung und Arbeit der EAA benannt. Hierbei sollte auf einen empathischen Umgang mit den Bedenken geachtet werden und sowohl Best-Practice Beispiele als auch Diversität als Wettbewerbsfaktor in den Fokus gerückt werden.

Ergebnis des Koordinierungskreises in Unterfranken ist, dass die bestehenden Kooperationen intensiviert und neue geknüpft werden sollen. Viele motivierte Parteien wollen zusammen die EAA Arbeit verbreiten und bestehende Missverständnisse zum Thema (Schwer-)Behinderung aus dem Weg räumen.

Der IFD Würzburg ist ab dem 19.06.2023 am Bahnhofplatz 2 im 6. OG zu finden. Mit dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten, direkt am Hauptbahnhof Würzburg, ist der IFD noch einfacher mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und auch Parkplätze stehen in direkter Umgebung zur Verfügung.

Achtung: auch die Telefonnummer wird sich ab dem 19. Juni ändern, der IFD ist dann unter (0931) 250 91 36-00 erreichbar.

Was sich aber nicht ändert, sind die gewohnten Leistungen für Menschen mit Behinderung sowie für Arbeitgeber, die Menschen mit Behinderung beschäftigen oder beschäftigen möchten:
Der Integrationsfachdienst (IFD) ist eine Beratungsstelle, die gesetzlich im SGB IX verankert ist. Zu seinen Aufgaben gehört es, Menschen mit Schwerbehinderung und deren Gleichgestellte im Arbeitsleben bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive zu unterstützen. Für Arbeitgeber ist der IFD ein kompetenter Ansprechpartner in Fragen von schwer behinderten oder deren gleichgestellten Mitarbeitern am Arbeitsplatz. Des Weiteren unterstützt er Menschen mit Schwerbehinderung oder deren gleichgestellte bei der Stellensuche.
Der IFD ist nicht auf eine Behinderungsart reduziert, sondern berät zu allen Erkrankungen und Behinderungsarten und den daraus entstehenden Problemen. Sinnesbehinderte Menschen werden genauso unterstützt wie Menschen mit psychischen oder chronischen Erkrankungen. Auch wenn ein/e Mitarbeiter*in seine Erkrankung noch nicht beim Versorgungsamt in Form eines Schwerbehindertenausweises hat anerkennen lassen, kann der IFD beratend tätig werden.
Vielen Menschen mit Erkrankungen fehlt die Information, dass ein Herzinfarkt, ein Diabetes oder eine Krebserkrankung auch als Behinderung anerkannt werden kann.

Kontaktieren Sie uns gerne, auch wenn Sie unsicher sind!

Kontaktdaten:
IFD Würzburg GmbH
Bahnhofplatz 2
6. OG
97070 Würzburg
Telefon: (0931) 250 91 36-00
Mail: info@ifd-wuerzburg.de
Offene Sprechstunde: jeden Dienstag von 16 – 18 Uhr ohne Termin (auch telefonisch)
 

 

Der IFD auf der ersten Personalmesse der unterfränkischen Inklusionsbetriebe. Der IFD war mit einem Stand vertreten und konnte viele Fragen beantworten. Zudem hatte der IFD Würzburg einen Part im Bühnenprogramm. Frau Hoh (IFD-Fachberaterin) beantwortete zusammen mit Frau Hofmann (Inklusionsmitarbeiterin) die Frage:

Wie begleitet und unterstützt der IFD bei der Sicherung des Arbeitsplatzes?

Wir sind nun neues Mitglied beim BVMW Mainfranken.  Zum Integrationsfachsdienst Würzburg GmbH gehört auch die Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber in Würzburg / Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber in Bayern (EAA). Die EAA übernimmt hierbei die Aufgabe, die Entwicklung und den Ausbau beruflicher Möglichkeiten für Menschen mit Behinderung anzuregen und zu begleiten. Das Angebot der Beratungsstelle, die zum Unternehmensverbund Mainfränkische gehört, ist für alle Beteiligten kostenfrei und vollkommen neutral. Es richtet sich sowohl an Menschen mit Behinderung, die bei der Suche nach einem Arbeitsplatz oder bei der Sicherung bestehender Arbeitsverhältnisse unterstützt werden, als auch an Arbeitgeber, die Menschen mit Behinderung beschäftigen oder beschäftigen wollen. Wir sind sehr froh über die Kooperation mit dem Mittelstand. BVMW.

Der Integrationsfachdienst (IFD) Würzburg ist seit dem 01.08.2023 mit einem Büro im Herzen von Gemünden vertreten. In der Altstadtpassage 1-3 befindet sich nun ein Standort des IFD im Landkreis Main-Spessart. Als Beratungsstelle unterstützt der IFD Menschen mit Schwerbehinderung und denen Gleichgestellte im Arbeitsleben bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive und bei der Stellensuche. Gleichzeitig ist der IFD für Arbeitgeber ein kompetenter Ansprechpartner in Fragen von schwerbehinderten oder denen gleichgestellten Mitarbeitern am Arbeitsplatz.

Zu einer kleinen Eröffnungsfeier gratulierten der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel, der Geschäftsführer der Mainfränkischen Werkstätten, Dieter Körber und der Koordinator der Integrationsfachdienste in Unterfranken des Inklusionsamtes, Wolfgang Fella. „Die Eröffnung der Beratungsstelle ist ein wichtiges Zeichen für alle Betroffenen in Main-Spessart: Wir lassen Euch nicht alleine. Schon deshalb bin ich sehr dankbar, dass der IFD die Räumlichkeiten hier in Gemünden bezogen hat“, so Rützel. Als Sozialpolitiker und als Vorsitzender des Bundestagsauschusses für Arbeit und Soziales ist der Gemündener Abgeordnete regelmäßig mit inklusionspolitischen Themen befasst: „Erst im April haben wir das Gesetz zum inklusiven Arbeitsmarkt beschlossen, mit dem Ziel mehr Menschen mit Behinderung eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen.“

Bis dahin ist es häufig ein langer Weg, der viel Unterstützung und Beratung erfordert. Genau dies leistet der IFD, der als Beratungsstelle gesetzlich im SGB IX verankert ist. „Mit der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten ist nun auch für Menschen mit Behinderung aus Main-Spessart eine bessere Erreichbarkeit und einfacherer Zugang zu den Angeboten des IFD gegeben“, freute sich Wolfgang Fella.

Dabei ist der IFD nicht auf eine Behinderungsart reduziert, sondern berät zu allen Erkrankungen und Behinderungsarten und den daraus entstehenden Problemen. Sinnesbehinderte Menschen werden genauso unterstützt wie Menschen mit psychischen oder chronischen Erkrankungen. Auch wenn ein/e Mitarbeiter*in seine Erkrankung noch nicht beim Versorgungsamt in Form eines Schwerbehindertenausweises hat anerkennen lassen, kann der IFD beratend tätig werden.
Vielen Menschen mit Erkrankungen fehlt die Information, dass ein Herzinfarkt, ein Diabetes, psychische Erkrankungen oder eine Krebserkrankung zu einer Anerkennung der Behinderung führen können.

Der Integrationsfachdienst unterstützt ganz konkret, wenn Arbeitnehmer*innen aufgrund einer körperlichen Erkrankung ihre gewohnte Arbeit nicht mehr absolvieren können und Arbeitgeber*innen Unterstützung bei der Suche nach einer geeigneten Tätigkeit benötigen. Hier kann beraten werden, welche Möglichkeiten aber technischen Hilfsmittel es gibt, oder ob Voraussetzungen für einen Beschäftigungssicherungszuschuss erfüllt sind. Oft ist es hilfreich gemeinsam mit dem Fachberater des IFD „als neutralen Dritten“, der Geschäftsleitung und/oder dem Vorgesetzten den betroffenen Mitarbeiter*innen die Arbeitsabläufe im Betrieb genau zu betrachten und nach geeigneten Arbeitsplätzen zu suchen.
Wenn ein Arbeitsverhältnis trotz aller Bemühungen beendet werden muss oder ein Mensch aufgrund einer Behinderung oder längeren Erkrankung keine Arbeitsstelle findet, unterstützt der IFD auch bei der Suche nach einer geeigneten Arbeitsstelle und bietet Maßnahmen in Kooperation mit der Agentur für Arbeit, den Jobcentern und Rentenversicherungsträgern zur nachhaltigen Vermittlung an.

Kontaktieren Sie den IFD gerne, auch wenn Sie unsicher sind, ob er der richtige Ansprechpartner für Sie ist. Am Besten erreichbar ist der IFD – auch zur individuellen Terminvergabe – per Telefon oder E-Mail:

IFD Würzburg, Standort Gemünden
09351/6041-323 oder 0931/25091-3600
info@ifd-wuerzburg.de


Bildunterschrift (Foto: Thiel Barbara)

Unterstützung auf den Weg in den und im Job für Menschen mit Behinderung aus Main-Spessart gibt es beim IFD in Gemünden (v.l.): Dieter Körber (Geschäftsführer der Mainfränkischen Werkstätten), Wolfgang Fella (Koordinator der Integrationsfachdienste in Unterfranken des Inklusionsamtes), Susanne Niederhammer (Leitung IFD), Gerda Hoh (Stellv. Leitung IFD), SPD-Bundestagsabgeordneter Bernd Rützel, Silvia Glassen (Fachberaterin) und Stefanie Seynstahl (Arbeitsvermittlung).

 

 

15 Jahre IFD – Eine Zeitreise

„Die siebte Tochter“: So titelte am 27.06.2007 die Presse zur Einweihung des Integrationsfachdienstes Würzburg zur siebten Tochtergesellschaft der Mainfränkischen Werkstätten. Am 01. April nahm der Fachdienst seine Arbeit mit Sitz im Stadtteil Grombühl in Würzburg auf. Zuständig ist er bis heute für die Regionen Würzburg Stadt und Landkreis sowie die Landkreise Main-Spessart und Kitzingen. Das Team bestand damals aus fünf Mitarbeiter*innen. Der Auftrag war damals wie heute derselbe: „Menschen mit Behinderung bei der Integration ins Arbeitsleben zu unterstützen und Arbeitgeber zu beraten, die schwerbehinderte Menschen beschäftigen bzw. dies beabsichtigen zu tun“. Trotzdem hat sich die Arbeit in den letzten Jahren gravierend geändert: vom „ambulanten“ Fachdienst zum Dienstleister für Menschen mit Behinderung und Arbeitgeber. Der IFD Würzburg hat sehr hart dafür gearbeitet, dass er heute, 15 Jahre später, mit über 30 Mitarbeiter*innen dasteht. Welche Meilensteine sind zu verzeichnen?

 

 

 

 

Bahnsteig am Kitzinger Bahnhof
Zugang zum Bahnsteig

„Von A nach B barrierefrei“ – Unter diesem Motto der „Aktion Mensch“ steht ein Aktionstag verschiedener sozialer Akteure aus Kitzingen am Samstag, 30. April, vor der Rathaushalle am Marktplatz . Zwischen 10:00 und 12:00 Uhr werden Rollstuhlfahrten ( 3 Rollis stehen zur Verfügung) und Alterssimulationen zum Mitmachen angeboten. Dazu gibt es eine musikalische Umrahmung durch den Vorsitzenden des Senioren- und Behindertenbeirats der Stadt Kitzingen, Wolfgang Popp, mit seiner Band sowie Infostände der beteiligten Organisatoren: Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung Kitzingen (EUTB),VDK Ortsverband Kitzingen, AWO Bezirksverband Unterfranken, Lebenshilfe Wohnstätten, sowie Astrid Glos (Integrationsbeauftragte Stadt Kitzingen) und Sabrina Stemplowski (Ehrenamtsreferentin Stadt Kitzingen).

Hintergrund des Aktionstages ist, dass es in Kitzingen noch viele bauliche Hindernisse und „Stolpersteine“ für Rollstuhl – und Rollatorfahrer, Gehbehinderte, Senioren oder blinde Menschen  gibt, auf die aufmerksam gemacht werden soll. Es wird ein großes Banner mit dem Stadtplan von Kitzingen aufgehängt werden, auf das mit Klebepunkten bekannte oder erlebte Barrieren eingetragen werden können.  Daneben wird das größte Hindernis in der Stadt – der Bahnhof – plakativ vorgestellt.

Der Aktionstag findet mit freundlicher Unterstützung der „Aktion Mensch“ statt.

Eindrücke vom Aktionstag zum Thema Barrierefreiheit in Kitzingen am 30.04.

Am Samstag, 30.04., fand auf dem Kitzinger Marktplatz der Aktionstag zum Thema Barrierefreiheit statt. Unter dem Motto „Von A nach B barrierefrei“ sollte dabei auf vorhandene bauliche Hindernisse in Kitzingen für Menschen mit Behinderung  aufmerksam gemacht werden.

Es war eine gelungene Veranstaltung, was sich durch zahlreiche interessierte Passanten und die Teilnahme von Vertretern der Stadt Kitzingen, wie Oberbürgermeister Stefan Güntner, ausdrückte. Die Teilnehmer nutzten gerne die Möglichkeit, erlebte Barrieren auf einem Stadtplan von Kitzingen zu markieren oder bei Rollstuhltestfahrten Erfahrungen zu sammeln, welche Herausforderung der Untergrund in der Kitzinger Fußgängerzone für Rollstuhlfahrer darstellt.

Nachfolgend ein schöner Artikel der Mainpost zum Aktionstag zum Nachlesen als PDF-Dokument: Hierzu einfach den Link anklicken.

 

 

 

Arbeitgeberveranstaltung

„Arbeitsfeld der Zukunft – Diverse Belegschaft im Wandel der Arbeitswelt“ am 29.06.2022

Mit Mut und Kreativität sowie Anpassungsfähigkeit lässt sich dem Fachkräftemangel auf neuen Wegen begegnen.

Wechsel die Perspektive. Entdecke den Aktionstag.

Im Rahmen der Kirchweih Dettelbach wartet ein besonderes Programm auf Sie.

Die Stadt Dettelbach veranstaltet mit dem Regionalmanagement, dem Behindertenbeauftragten des Landkreises Kitzingen sowie dem Pflegestützpunkt und weiteren Partnern wie der EUTB Kitzingen, die mit einem Infostand beteiligt ist, Aktionen rund um das Thema Barrierefreiheit.

Selbständig und selbstbestimmt vorwärtszukommen ist nicht nur für Menschen mit Behinderung, sondern auch für viele Älterenicht immer und nicht überall einfach. Mit
dem Aktionstag möchten wir Sie dazu einladen, sich mit dem Thema Barrierefreiheit zu beschäftigen, und vielleicht bringen wir Ihnen damit die Thematik ein bisschen näher,
sei es bei der Teilnahme einer Führung oder beim Austesten eines Parcours mit Rollstuhl,
Rollator oder Simulationsbrille. Erfahren Sie mehr über Teilhabe oder Wohnen im Alter an
den Infoständen auf dem Marktplatz. Auf einer Karte können vorhandene Barrieren in der
Altstadt eingezeichnet werden.

Wir freuen uns auf Sie!

Wann: Sonntag, 28.08.2022, 13:00-16:00 Uhr

Wo:      Marktplatz Dettelbach

Weitere Informationen gibt es im Flyer zur Veranstaltung.

"Barrierefrei unterwegs in Dettelbach" - das ist das Ziel, das die Stadt im Landkreis Kitzingen verfolgt. Beim Aktionstag am 28.08. sollten Interessierte mit Hilfe eines Rollstuhlparcours, Gehörlosenführungen, Simulationsbrillen, die das Sichtfeld beeinträchtigen, oder diversen Infoständen auf das Thema Barrierefreiheit aufmerksam gemacht und dafür sensibilsiert werden.

Auch Landrätin Tamara Bischof und Dettelbachs Bürgermeister Matthias Bielek testeten die verschiedenen Angebote und konnten sich so davon überzeugen, welch vielfältigen Hürden Menschen mit Behinderung im Alltag zu überwinden haben.

Wie schon im April in Kitzingen beteiligte sich die EUTB des IFD Würzburg auch dieses Mal wieder sehr gerne mit einem Infostand am Aktionstag und freut sich, einen Beitrag zur Sensibilisierung für das Thema Barrierefreiheit geleistet zu haben!

Hier gibt es einen ausführlichen Mainpost-Artikel zum Aktionstag zum Nachlesen als PDF-Dokument.

Es kamen Vertreter von verschiedenen Leistungsträgern zusammen um sich zum Thema „Zuspitzung Personalmangel - Austausch von präventiven Maßnahmen und Handlungsansätzen“ auszutauschen und zu beraten.
Nach der Begrüßung durch Frau Altenbeck, Leiterin des Zentrums Bayerns Familie und Soziales für die Region Unterfranken, gaben die EAA Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg sowohl einen kleinen Einblick in die Arbeit der EAA, als auch einen Überblick über den derzeitigen Umsetzungsstand. So ist es z.B. bereits gelungen knapp 500 Arbeitgebern die EAA vorzustellen.
Im Anschluss daran gab es Impulsvorträge von verschiedenen Vertretern (HWK, IHK, Agentur für Arbeit), worauf ein Austausch folgte, der sich konkret mit den Themen Personalfluktuation, aktuelle Arbeitsmarktsituation und den Unterstützungsmöglichkeiten durch die EAA befasste.  
„Arbeitnehmer binden ist einfacher als finden“ – so könne man die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt laut der Anwesenden beschreiben. Es wurden Ideen und Vorschläge gesammelt, wie man auch neue Mitarbeiter oder Auszubildende durch Benefits und andere soziale Leistungen für die Unternehmen gewinnen kann, um Stellen im Unternehmen nachhaltig zu besetzen und der Fluktuation vorzubeugen. Die Anwesenden setzten sich unter anderem mit dem „Status“ von potenziellen Arbeitnehmenden mit Behinderung auseinander. „Arbeitnehmende mit Behinderung sind tendenziell firmentreuer“, hätten „mehr Biss“ und Durchhaltevermögen. Demgegenüber steht jedoch die Schwierigkeit, eine generelle Offenheit bei den Arbeitgebern gegenüber dem Thema Behinderung zu schaffen. Auch hier müsse die EAA ansetzen, sodass sich das derzeit vorherrschende Bild von Behinderungen als Hindernis in der Gesellschaft wandelt. „Behinderung kann Teil eines jeden Lebens sein“ und vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft und der dementsprechend älteren Mitarbeitenden sowie weiteren Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel müsse man die Arbeitgeber, aber auch die potenziellen KollegInnen sensibilisieren.
Dass (Schwer-) Behinderung am Arbeitsplatz eine hohe Aktualität hat ist der allgemeine Konsens der Teilnehmenden. Inklusion als ein Thema inmitten des gesellschaftlichen Lebens sollte dauerhaft in den Fokus aller Arbeitgeber gerückt werden. Dies ist eine der Aufgaben der Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber.

Hier   finden Sie die Zeitschrift als PDF zum Download!

Am 27.01.23 fand in den Räumen des IFD die offizielle Verabschiedung der langjährigen Leiterin, Eva Klässer im Rahmen eines feierlichen Stehempfangs statt. Rund 50 Gäste nahmen die Gelegenheit wahr, sich persönlich zu verabschieden. Es wurde in Erinnerungen geschwelgt und wertschätzende Worte an die bisherige Leiterin des IFD weitergegeben. Die Veranstaltung war trotz des Anlasses mit Freude und gemeinsamen Lachen über vergangene Momente gefüllt. Frau Klässer leitete den IFD Würzburg 15 Jahre und bereitete den Weg für ein vielfältiges Angebot rund um das Thema schwerbehinderte Menschen im Arbeitsleben. Symbolisch gab Frau Klässer den Staffelstab an ihre Nachfolgerin weiter. Frau Susanne Niederhammer leitet den IFD Würzburg seit dem 1.1.2023 und führt gemeinsam mit dem bewährten Team den IFD Würzburg in die weitere Zukunft.


„Nun ist es weiterhin an uns, dabei zu unterstützten, dass die Menschen ihre Fähigkeiten voll ausschöpfen können und die Arbeitgeber bei Fragen ebenfalls auf unsere Unterstützung zählen können.“

Aus diesem Anlass stellten wir vier Fragen an Susanne Niederhammer, die neue Leitung des Integrationsfachdienst Würzburg

2007 Am 01. April nahm der IFD seine Arbeit auf. Neben Arbeitsvermittlung und Begleitung im Beruf begann er mit dem bayernweiten Förderprojekt „Übergang Förderschule – Beruf“. Es war der Beginn einer großartigen Erfolgsgeschichte, Schülerinnen und Schüler aus den Förderschulen am Ende der Schulzeit auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu begleiten und in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu vermitteln. Bis heute ist der IFD damit beauftragt und hat inzwischen 79 Schülerinnen und Schüler begleitet und in 44 Arbeitsverhältnisse vermittelt.

 

Protest-Ohrwurm Nr. 1
„Deine Stimme für Inklusion – Mach mit!“ zum europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2021

 

  • Für mich ist Inklusion Teamarbeit, Respekt, sich gegenseitig unterstützen, aufeinander achten und dass keiner ausgegrenzt wird.
  • Für mich ist Inklusion, dass ich in den Mainfränkischen Werkstätten arbeiten darf und im Blindi wohnen darf.
  • Für mich bedeutet Inklusion, dass man einen freien Arbeitsplatz bekommt und in einer WG wohnt mit Leuten ohne Handicap.
  • So bunt die Welt ist, so verschieden sind die Menschen. Das ist ganz normal. Deswegen ist auch Inklusion etwas ganz Normales. Mich hat ein Satz des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker sehr nachdenklich gestimmt, als er sagte: „Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, dass jeden von uns jederzeit genommen werden kann.“ Als Behindertenbeauftragter des Landkreises Würzburg bin ich Partner von Menschen mit Behinderung und deren Familien und setze mich für deren Interessen ein, damit Inklusion gelingt. Ernst Joßberger Behindertenbeauftragter des Landkreises Würzburg.
  • Mein Name ist Gerd Herold und ich sitze selbst im Rollstuhl. Meiner Meinung nach gehört der Inklusionsgedanke viel viel mehr in unserer Gesellschaft verankert. Nicht nur wie man gerade Zeit, Lust und Laune hat.
  • Jeder darf dabei sein. Wir werden unsere Dörfer, Städte und Landkreise so gestalten, dass jeder dabei sein kann. Packen wir es an. Für ein Mehr an miteinander. Das ist gelebte Teilhabe, gelebte Inklusion. Mit herzlichen Grüßen aus dem Landkreis Main-Spessart, ihre Landrätin Sabine Sitter.
  • Inklusion bedeutet Mitarbeit von anderen Betrieben.
  • Hallo, mein Name ist Jutta. Für mich bedeutet Inklusion, dass jeder Mensch das bekommt, was er für seine Entwicklung und für ein selbstbestimmtes Leben braucht. Das kostet natürlich Geld. Inklusion ist kein Sparmodell. Ich wünsche mir, dass uns allen und vor allem dem Kostenträgern Inklusion etwas wert ist. Mehr wert ist.
  • Inklusion ist ein Begriff, der im Moment noch erforderlich ist. Es wäre aber schön, wenn er in naher Zukunft überflüssig würde, weil der Umgang zwischen neurotypischen und Menschen mit Handicap zur Selbstverständlichkeit geworden ist.
  • Hallo, ich bin Jan. Protest heißt für mich, sich mit seiner Meinung und Persönlichkeit gegen etwas zu stellen. Ich bin gegen eigeschränkten und komplizierten Zugang zu wichtigen Informationen und Nachrichten, schwer zu verstehende Dokumente, die keiner erklärt, Menschengemachte Barrieren auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben, Treppen auf dem Weg zum Restaurant die ich mit Gehhilfen nicht bewältigen kann, Gegner der Selbstverwirklichung, jeden Menschen der den Weg der Inklusion nicht bewusst mitgeht. Wir brauchen die Inklusion um eigentlich etwas, dass bereits selbstverständlich sein sollte zu schaffen, die Gleichberechtigung und Gleichbehandlung sowie die Akzeptanz des Mitmenschen mit all seinen oder ihren Eigenschaften, sowie im freien Zugang zu allem um sich selbst zu verwirklichen. Für viele eine Selbstverständlichkeit, leider nicht für alle Menschen in unserer Gesellschaft möglich. Es soll niemand bevorzugt werden aber auch niemand benachteiligt.
  • Wir brauchen Inklusion, weil es normal und einfach wunderbar ist, verschieden zu sein. Unsere Gesellschaft ist bunt und jeder Mensch gehört dazu.

 

die Arbeitswelt ist nicht erst seit Corona im Umbruch und erlebt neue Formen des Zusammenarbeitens. Digitale Möglichkeiten eröffnen Chancen in der Arbeitswelt und erreichen inzwischen auch Branchen, die bisher damit wenig Berührungspunkte hatten. Daneben wird die Belegschaft immer diverser: Mitarbeiter*innen unterschiedlichen Alters, Geschlechts, Herkunft, Behinderung oder verschiedener Lebensphasen sind längst Teil unserer Teams.


Insbesondere die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung stellt Arbeitgeber teilweise vor eine besondere Herausforderung. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels kann die Beschäftigung dieser Zielgruppe jedoch ein noch nicht ausgeschöpftes Potenzial darstellen, wenn Sie sich als Arbeitgeber in der Personalarbeit neue Konzepte überlegen, wie Sie ihre Belegschaft sichern.
Wir möchten mit Mythen und Vorurteilen gegenüber der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung aufräumen und mit Ihnen darüber diskutieren, wie Vielfalt unter den Mitarbeitenden Ihr Team in Ihrem Unternehmen bereichern kann. Denn wir sind überzeugt: Inklusion beginnt dann, wenn wir nicht mehr darüber sprechen müssen!


Wann: Mittwoch, 29.06.2022
Ort: Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg–Schweinfurt, Münzstraße 12, 97070 Würzburg
Uhrzeit: 13:30 Uhr – 17:00 Uhr und anschließender Möglichkeit zum Austausch

Zur EAA Würzburg: Die Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA) sind seit 01. Januar 2022 bundesweit gesetzlich verankert. Es sind kostenfreie Beratungsangebote für Arbeitgeber rund um das Thema Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. In Bayern sind sie unter dem Dach der Integrationsfachdienste verankert.


Wir bitten Sie um Anmeldung unter ansprechstelle.wuerzburg@eaa-bayern.de.


Wir freuen uns auf einen spannenden Nachmittag mit Ihnen, mit guten Gesprächen, anregenden Inhalten und vielen Begegnungen. Seien Sie mit dabei, knüpfen Sie Kontakte und lernen Sie voneinander.

Programm „Arbeitsfeld der Zukunft – Diverse Belegschaft im Wandel der Arbeitswelt“ am 29.06.2022


13:30 Uhr : Eintreffen der Gäste – Erster Austausch bei einem kleinen Snack

14:00Uhr:  Begrüßung durch Frau Professorin Dr. Dagmar Unz, Dekanin der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg–Schweinfurt

14:05 Uhr: Gemeinsame Begrüßung und Einführung durch Herrn Dieter Körber, Geschäftsführer der IFD Würzburg GmbH und Frau Eva Klässer, Prokuristin der IFD Würzburg GmbH

14:15 Uhr: Impulsvortrag 1: „Potenzialgruppe Menschen mit Behinderung – Chancen für das Management“ Herr Claus Jungkunz, Geschäftsführer ConTour GmbH, Unternehmensberatung, Linz.

14:50 Uhr: Impulsvortrag 2: „Kulturwandel in einem mittelständischen Familienunternehmen“ Herr Christian Endres, Firma Warema, Personal Geschäftsleitung, Marktheidenfeld

15:25 Uhr: Pause

15:45 Uhr: Arbeitsforen

Forum 1: Teilhabebedingungen im Umbruch - Durch Digitalisierung, demografische Verschiebungen und dem strukturellen Wandel ergeben sich gravierende Veränderungen in der Arbeitswelt, z.B. fallen einfache Tätigkeiten weg. Was nun?

Forum 2: Ums Eck denken – kreativer Einsatz der Mitarbeiter*innen - Wir möchten für die nachhaltige Beschäftigung von Menschen mit Behinderung begeistern und den Mut wecken, neues Potenzial zu entdecken und einzusetzen. Nicht in Behinderung denken, sondern in Arbeitskraft.

Forum 3: Umsetzung von Inklusion scheitert an fehlenden Informationen und bürokratischem Aufwand – Vorurteil „Alles rund um das Beschäftigungsverhältnis eines schwerbehinderten Menschen ist so kompliziert“. Wer hilft und beantwortet meine Arbeitgeberfragen? Was ist möglich?

Forum 4: „Gebrauchsanweisung“ für Mitarbeiter*innen mit Behinderung - Braucht es im Umgang mit Mitarbeiter*innen mit Behinderung eine besondere „Gebrauchsanweisung“?

16:30 Uhr: Vorstellung der Foren im Plenum und Abschluss

17:00 Uhr Ausklang mit guten Gesprächen bei Feinem und Leckerem


Die Veranstaltung der EAA Würzburg findet in Zusammenarbeit mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg–Schweinfurt und dem Campus Community Dialogue der Fakultät angewandte Sozialwissenschaften statt. Die Arbeitsforen werden durch Studierende der Fakultät Sozialwissenschaften begleitet.
Begleitend zur Veranstaltung gibt es Gelegenheit, sich an Informationsständen des Inklusionsamtes Region Unterfranken – Zentrum Bayern Familie und Soziales und der Agentur für Arbeit zu informieren.

Hier finden Sie das Einladungsschreiben zum Nachlesen

Fachkräftemangel auf neuem Höchststand – so titelt „Die Zeit“. Betroffen sei der gesamte Arbeitsmarkt, „besonders ausgeprägt in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung sowie in den Branchen Bau, Architektur, Vermessung und Gebäudetechnik.“ Anlass für die Organisatorinnen und Organisatoren, Arbeitgebende und Studierende zur Veranstaltung „Arbeitsfeld der Zukunft – diverse Belegschaft im Wandel der Arbeitswelt“ an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt einzuladen.

„Die Arbeitswelt“, so das Orga-Team, „ist nicht erst seit Corona im Umbruch und erlebt neue Formen des Zusammenarbeitens. Digitale Möglichkeiten eröffnen Chancen in der Arbeitswelt und erreichen inzwischen auch Branchen, die bisher damit wenig Berührungspunkte hatten. Daneben wird die Belegschaft immer diverser: Mitarbeitende unterschiedlichen Alters, Geschlechts, Herkunft, Behinderung oder verschiedener Lebensphasen sind integrative Teile der Teams.“

Ein kleiner Ausschnitt der Zeitschrift:

2007 war auch das Jahr, in dem der IFD Würzburg erstmals Mitarbeiter aus einer Werkstatt für Behinderte Menschen dabei unterstützt hat, ebenfalls ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu finden. Der IFD Würzburg bewirbt sich auch für erste Maßnahmen im Auftrag der Agentur für Arbeit.

2008 Ebenfalls am 01. April startete der IFD Würzburg mit seinem Kooperationspartner, der Don Bosco Berufsschule, mit der Vertieften Berufsorientierung. Ziel war es, junge Menschen am Ende der Schulzeit mit sonderpädagogischem Förderbedarf dabei zu unterstützen, ihren Weg ins Berufsleben bzw. nach der Schule zu finden. 

2009 beschäftigte der IFD Würzburg schon 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Jahr war vor allem durch das neue Projekt „IKEA“ geprägt. Im Sommer eröffnete in Würzburg der Möbelgigant. Die Schwesterfirma IAF (Integrative Arbeitsförderung) schloss mit IKEA Food einen Vertrag über die Dienstleistung in der Spülküche, dem Gastraumservice und dem Bistro. Würzburg musste kurz vor dem Verhungern gewesen sein, da das Restaurant von Gästen überrannt wurde: Köttbullar, Riesenschnitzel und Hotdogs waren der „Renner“. Zeitweilig überholte das Restaurant in seinem Tagesumsatz den von St. Petersburg. Das benötigte Personal konnte gar nicht schnell genug akquiriert werden. So standen am Ende fast alle IFD-Mitarbeiterinnen mit in der Spülküche und halfen mit. Jede und jeder, der damals dabei war, erzählt es immer noch voller Staunen, wie das gigantische Unternehmen gestemmt wurde.

 

2010 führte der IFD Würzburg seine offene Sprechstunde ein. Ein wöchentliches niederschwelliges Angebot, das inzwischen 150 Ratsuchende jährlich wahrnehmen. Auch aus anderen Regionen kommen Anfragen um Rat und Hilfe.

2011 fand im Oktober ein Fachtag zum Thema „Handicap und Arbeit – Investieren lohnt sich“ für Arbeitgeber und Kooperationspartner statt. Der IFD Würzburg hatte ins IKEA-Restaurant eingeladen. Diese außergewöhnliche Location zog über 80 Gäste an. Unter Corona-Bedingungen wäre dies nicht möglich gewesen. Der Fachtag war ein voller Erfolg.

2012 startete der IFD Würzburg seine Kooperation mit der Diözese Würzburg. Er stellte mit einer Mitarbeiterin eine halbe Personalstelle, die als Ansprechperson für Mitarbeitende mit Behinderung und deren Dienstvorgesetzten fungierte. Im selben Jahr führt der IFD für jeden Fachbereich so genannte „Koordinatoren“ ein: Arbeitsvermittlung, berufliche Sicherung und Übergang Förderschule – Beruf bekamen jeweils einen Koordinator bzw. eine Koordinatorin zugeordnet.

2013 stand unter dem Zeichen großen personellen Wachstums. Gleich sechs neue Mitarbeiter*innen beginnen im IFD Würzburg zu arbeiten.

2014 wurde die Entscheidung gefällt, umzuziehen. Der IFD platzte aus allen Nähten. Eine neue Location wurde in der Reuerergasse 6 in Würzburg gefunden. Das Objekt, eine alte Schlosserei, wurde renoviert und kurz vor Weihnachten war es soweit: der IFD zog um. Allerdings war es sehr optimistisch gedacht, denn das Jahr 2015 begann auf der Baustelle. Türen fehlten, die Maler und Verputzer waren am Werk. Zwischen Staub und Dreck fand die Arbeit statt. Trotz erschwerter Bedingungen lief die Arbeit weiter.

Auf Basis von zwei erfolgreichen Beispielen des Miteinanders wurde den Teilnehmenden in Vorträgen aufgezeigt, wie durch Mut, Kreativität und Anpassungsfähigkeit in Unternehmen und Organisationen neue Wege mit Menschen mit Behinderung als Beschäftigte möglich und fruchtbar sind. Claus Jungkunz, Geschäftsführer ConTour GmbH, Unternehmensberatung, Linz, referierte zur „Potenzialgruppe Menschen mit Behinderung – Chancen für das Management“.

Christian Endres, Personal Geschäftsleitung beim Unternehmen Warema Group, erläuterte den Kulturwandel im Unternehmen und stellte das Engagement des Unternehmens im Hinblick auf Menschen mit Behinderungen vor. (Foto FHWS / Bolza-Schünemann)  

Christian Endres, Personal Geschäftsleitung im Unternehmen Warema Group, nahm die Teilnehmenden mit in den „Kulturwandel in einem mittelständischen Familienunternehmen“. Zu diesem habe sich die Firmenleitung 2018/2019 entschieden.

Die Veranstaltung der „Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA Würzburg), die seit Januar 2022 unter dem Dach des IFD Würzburg integriert ist, fand in Zusammenarbeit mit der Hochschule Würzburg-Schweinfurt und dem Campus Community Dialogue der Fakultät angewandte Sozialwissenschaften statt. Die Workshops wurden durch Studierende der Fakultät Sozialwissenschaften vorbereitet und begleitet.

 

Kontakt:

EAA Würzburg

ansprechstelle.wuerzburg@eaa-bayern.de

Telefonnummer: 0800 90 40 001

 

1.    Können Sie sich kurz vorstellen?
Mein Name ist Susanne Niederhammer und ich arbeite seit 2012 im Unternehmensverbund Mainfränkische. Meine beruflichen Wurzeln habe ich allerdings in einem ganz anderen Bereich. Nach meiner Erstausbildung zur examinierten Krankenschwester konnte ich zwei Jahre Erfahrungen in diesem schönen Beruf erwerben, der mich auch während meines Studiums zur Sozialen Arbeit an der FH Würzburg begleitet hat. Seit 2005 bin ich in der beruflichen Bildung von Menschen mit Förderbedarf im Schwerpunkt Lernen tätig und konnte in meiner Anstellung bei der Don Bosco Berufsschule viel Erfahrung in Unterricht, Berufsvorbereitung, Berufsorientierung und dem Aufbau einer besonderen Maßnahme zur Qualifizierung junger Menschen mit Förderbedarf erwerben.


2.    Hatten Sie schon vorher Kontakt zum IFD?
Seit 2012 begleite ich diese BQM Maßnahme in der Firma MIG, einer Tochter der Mainfränkischen weiter und durfte als Leitung des Bildungsträgers MIG Bildung bereits weitere tolle Projekte auf den Weg bringen. Eines davon ist die unterstütze Beschäftigung, die wir gemeinsam mit dem IFD seit 2021 anbieten. Hier und auch in anderen Bereichen kreuzen sich meine Wege mit dem IFD seit 2015 recht intensiv. Besonders auch seit 2019, als ich die stellvertretende Leitung des Fachbereichs Teilhabe, Arbeit, Bildung und Inklusion der Mainfränkischen Werkstätten mit übernehmen durfte, beschäftigt uns gemeinschaftlich auch der Übergang aus der Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.


3.    Welche Herausforderungen erwarten Sie?
Meine neue Tätigkeit trete ich mit großer Freude an. Natürlich wird es etwas dauern, bis ich wirklich in allen Themen ganz sicher eingearbeitet bin. Aber ich habe ein sehr professionelles Team im IFD, das mir mit Rat und Tat und Unterstützung zur Seite steht. Sicherlich kommt es mir sehr zu Gute, dass ich viele Bereiche und Abläufe kenne, das mir Themen vertraut sind und viele Akteure mir bereits in meiner vorherigen Tätigkeit als große Unterstützung bekannt sind.


4.    Was für Themen wird der IFD in der Zukunft haben?
Themen gibt es ausreichend, denen wir uns in diesem und den nächsten Jahren widmen wollen. Seit letztem Jahr bietet der IFD einen Dienst für Arbeitgeber, die Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber (EAA) gut in der Region zu platzieren und den Arbeitgebern das Angebot vertraut zu machen, wird sicher ein wichtiges Unterfangen. Damit im Zusammenhang steht auch, dass wir uns um die jungen Menschen bemühen, die sich neu auf den Arbeitsmarkt einlassen, die Unterstützung benötigen, wenn die Schulzeit endet. Menschen mit Behinderung fest und nachhaltig auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren, ihre Arbeitsverhältnisse langfristig zu sichern, das ist, nicht nur, aber vor allen Dingen auch in Zeiten des Fachkräftemangels eine wichtige Aufgabe. Wir im IFD wissen um die vielfältigen Fähigkeiten, die Menschen mit Behinderung für den Arbeitsmarkt mitbringen. Nun ist es weiterhin an uns, dabei zu unterstützten, dass die Menschen ihre Fähigkeiten voll ausschöpfen können und die Arbeitgeber bei Fragen ebenfalls auf unsere Unterstützung zählen können.

2015 stand unter dem Motto „Im neuen IFD ankommen“. Die Kollegen mussten sich finden. Vor allem das neue Raumkonzept des Großraumbüros war für den/die ein oder andere erst einmal gewöhnungsbedürftig. Am 29.06.2015 wurde Einweihung gefeiert.

Protest-Ohrwurm Nr. 2
„Deine Stimme für Inklusion – Mach mit!“ zum europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2021

 

  • Also Menschen zusammenbringen mit Behinderung und nicht Behinderung
  • Inklusion bedeutet für mich Individualität, Normalität, Kreativität, Leichtigkeit, Unterschiedlichkeit, Solidarität, Illusionen, Optimismus und Normalität
  • Wir treffen uns gemeinsam im Cafe drei Eichen um miteinander zu Töpfern. Das kann gerade nicht stattfinden und wir vermissen es.
  • Wir wollen wieder zu den Festen gehen und zu den Veranstaltungen und zum Tonen.
  • Mein Wunsch: wenn sie auf der Straße einen Menschen mit einer Behinderung begegnen, lächeln sie ihm doch zur Abwechslung einmal an, des kostet nix und sie brauchen auch keine Angst zu haben, dass sie dem Menschen zu nahetreten. Ein kurzer freundlicher Augenblick, der allen Beteiligten guttut. Ich erleb des umgekehrt immer wieder, wenn ich mit meiner Tochter mit Trisomie 21 durch die Stadt laufe und sie angestarrt wird, wie unangenehm ihr des ist und mir natürlich auch.
  • Hallo, mein Name ist Herbert Köhl. Als Behindertenbeauftragter des Landkreises Kitzingen wünsche ich mir, dass in naher Zukunft Inklusion als Selbstverständlichkeit in den Köpfen der Menschen verankert ist. Ich habe den Eindruck, dass die Richtung stimmt, der Weg noch sehr lange ist aber letztendlich jeder kleine Schritt uns näher an Ziel bringen. Mein Wunsch: Macht alle mit und seid dabei. Nur noch all inklusive. Es lohnt sich.
  • Die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Würzburg und dem Unternehmensverband Mainfränkische ist für uns als Verein bereits seit längerem eine Herzensangelegenheit. In der Vergangenheit haben wir immer wieder hautnah mitbekommen können, welche Freude es den Mitarbeitern der Werkstätten und den Schülern der Christopherus Schule macht, wenn wir gemeinsame Aktionen durchgeführt haben. Inklusion ist für uns ein zentraler Bestandteil der Vereinsphilosophie. Wir sehen Inklusion nicht nur als Begriff den wir immer wieder in der Öffentlichkeit erwähnen, sondern es ist so, dass wir einfach als Verein für eine offene und inkludierte Gesellschaft stehen und das Wort Inklusion bedeutet für uns einfach mehr. Deswegen freuen wir uns ab Mitte Juni einen Inklusionspraktikumsplatz anzubieten und freuen uns auf den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin, die dann kommt und einfach da auch Kante zu zeigen.
  • Der 5. Mai ist der internationale Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und das ist ein ganz wichtiges Thema, das betrifft uns alle. Nur 5% aller Menschen wurden mit Behinderungen geboren, 95% aller erleiden ihre Behinderung im Laufe des Lebens. Deswegen muss Gleichstellung, Inklusion, Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, auf jede Agenda und es muss für uns alle selbstverständlich werden. Von daher darf ich alle ermuntern und ermutigen, arbeiten sie, arbeitet für Inklusion. Das brauchen wir. Mein Name ist Bernd Rützel Mitglied des deutschen Bundestages.
  • Inklusion ist für mich möglichmachen des Unmöglichen.

2016 formierte sich ein Team, das sich um das Thema Arbeitssicherheit und Mitarbeiter-Gesundheit kümmerte. Erstmals kam einmal im Monat ein mobiler Masseur. Ein gemeinsamer Team-Tag auf der Benediktushöhe in Retzstadt lud zum Thema „Ziele des IFD“ ein.

Ihr möchtet mehr Infos über die Veranstaltung haben? Dann schaut gerne hier in die vollständige Pressemitteilung.


Hier findet Ihr die Präsentationen und erarbeiteten Ergebnisse zu der Veranstaltung.

2017 begann spannend, da gleich in fünf Fachbereichen im Laufe des Jahres Entscheidungen und Ausschreibungen stattfanden, ob die Finanzierung weiter läuft oder nicht. im Sommer bewarb sich der IFD um die Trägerschaft der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB). Das neue Beratungsprojekt sollte 2018 bundesweit eingeführt werden.

2017 feierte der IFD seinen 10. Geburtstag. Er lud zu einer Veranstaltung ins Theater Augenblick ein, an der viele Gäste teilnahmen.

 

Protest-Ohrwurm Nr. 3
„Deine Stimme für Inklusion – Mach mit!“ zum europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2021

 

  • Inklusion kostet viel: Zeit, Geld, Inklusion bei sich selber entdecken, Umbaumaßnahmen, Aufzüge, Räumlichkeiten, Straßenbordsteine, usw.
  • Wir Menschen sind, zum Glück, alle ganz unterschiedlich. Wir sehen unterschiedlich aus. Wir haben unterschiedliche Werte, sprechen verschiedene Sprachen. Jeder hat andere Stärken und Schwächen und jeder Mensch braucht auch auf eine andere Art und Weise Unterstützung. Inklusion beginnt beim Einzelnen. Mein Wunsch zum Protesttag ist daher, dass jeder der das jetzt hört, sich mal kurz an die eigene Nase fasst und hinterfragt, was kann ich dafür tun, dass andere Menschen auch an den Dingen teilhaben können, die für mich persönlich einfach eine Selbstverständlichkeit darstellen.
  • Inklusion bedeutet für uns:
  • Individualität, jeder bringt seine Stärken und Schwächen mit
  • Nicht alleine, sondern gemeinsam
  • Kommunikation, miteinander ins Gespräch treten
  • Von & miteinander lernen
  • Unterstützung, es ist normal, Hilfe zu brauchen
  • Vielfalt, als Stärke unserer Gesellschaft
  • Immer und überall, in allen Lebensbereichen
  • Offenheit, aufeinander zugehen
  • Neues zulassen und neues denken
  • Denn Inklusion beginnt bei uns im Kopf.
  • Hier ist Elena Reinhardt die kommunale Behindertenbeauftragte des Landkreises Main-Spessart und Inklusion ist für mich Beteiligung von allen Menschen ohne Grenzen, ohne die Grenzen in den unterschiedlichsten Köpfen und ohne die Grenzen in der Barrierefreiheit. Inklusion ist für mich Menschlichkeit und Herzlichkeit und dafür gibt es noch viel zu tun. Leider gibt es in vielen Köpfen doch noch Grenzen und ich fordere deshalb mehr finanzielle Unterstützung für unterschiedliche Projekte und Ideen zur Beteiligung bei der Inklusion von Menschen mit unterschiedlicher Behinderung. Es soll eine Selbstständigkeit werden und eine Selbstverständlichkeit in Bezug von Barrierefreiheit überall, dass diese Menschen sich nicht mehr anmelden müssen, sondern, dass z.B. in unterschiedlichen Gebäuden einfache die Barrierefreiheit von vorneherein gegeben ist. Jetzt durch die Digitalisierung ist es auch noch wichtig gerade in diesem Bereich auch von vorneherein die Barrierefreiheit mit zu berücksichtigen, damit ebenfalls die Person nicht mit einem separaten Tool, einer Internetseite oder ein bestimmtes Tool also wie eine Videoplattform nutzen müssen, sondern eben von vorneherein einfach mit dabei sein können, wie jeder andere auch. Auf die Seite klicken und diese auch verwenden, auf ein Videotool klicken und dieses auch einfach verwenden. Ja ich bedanke mich für die Aufnahme und haben sie noch einen schönen Tag.
  • Ich wünsche mir, dass es normal ist verschieden zu sein und das gerade Familien leichter Hilfe bekommen und wir in der Erziehungsberatung im SKF unterstützen sie gerne dabei.
  • In Köln gibt es ein schönes Sprichwort, das heißt: „Jeder Jeck ist anders“ und das trifft’s. Jeder ist ein Jeck und jeder ist anders.

2018 blieb zu Beginn spannend, da noch keine Entscheidung über die Durchführung der EUTB feststand. Anfang Februar kam dann der Bescheid. In einem Schnellstart baute der IFD die neue Beratungsstruktur auf. Drei Vollzeitstellen kamen im Laufe des Jahres dazu. Der IFD konnte ab jetzt auch zu Themen außerhalb von Arbeit beraten. Heute ist er an drei Standorten vertreten: Würzburg, Gemünden und Kitzingen.

2019 beschäftigte der IFD Würzburg durchschnittlich 19 Vollzeitstellen, verteilt auf ca. 30 Köpfe.

2020 und 2021 standen im Zeichen der Corona-Pandemie. Der IFD strukturierte, wie viele Unternehmen, seine Arbeitsweise um: mobiles Arbeiten, digitale Besprechungen und Online-Konferenzen standen plötzlich auf der Tagesordnung. Der IFD ist inzwischen im digitalen Zeitalter voll und ganz angekommen. Manches wird bleiben…

2022 steht unter dem Motto „Feiern“: 15 Jahre IFD Würzburg GmbH, 10 Jahre Kooperation mit der Diözese Würzburg und das 5. Jahr EUTB.

 

Und was war sonst noch alles los? Feiern, Firmenlauf, After-Work-Treffen, Betriebsausflüge, Weihnachtsessen im Januar/Februar,… Es ließe sich noch vieles über gemeinsame Aktionen und Aktivitäten berichten. In Erinnerung bleiben viele schöne Stunden, die das Team gemeinsam verbrachte. Freuen wir uns auf weitere und die enge Verbundenheit in der Region mit tollen Kooperationspartnern und Arbeitgebern.

Hinweis: In den nächsten Wochen wird eine gedruckte Jubiläums-Zeitschrift des IFD erscheinen. Freuen Sie sich also auf weitere spannende Geschichten aus 15 Jahren IFD!

Protest-Ohrwurm Nr. 4
„Deine Stimme für Inklusion – Mach mit!“ zum europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2021

 

  • Hallo, ich bin die Alina und bin 11 Jahre alt. Für mich bedeutet Inklusion, die Kinderrechte, dass jedes Kind ein Recht draufhat und dass sie lieb behandelt werden und dass ist meine Inklusionsaussage und ich wünsche mir, dass alle Kinder fröhlich sind und das es denen gut geht. Tschüüüüsss.
  • Für mich bedeutet Inklusion, dass Menschen mit Behinderung Unterstützungsangebote nicht erkämpfen müssen.
  • Inklusion halte ich für eine gute Sache. Jedoch sieht’s auf dem Blatt Papier besser aus als wie es in der Realität ausgeführt wird. Zur Inklusion gehört halt nicht nur dazu, dass man barrierefrei shoppen kann oder wohnen kann, sondern dass man sich auch selber sein Leben finanzieren kann und auch das Gefühl hat, dass man noch gebraucht wird. Soviel Jobs für Schwerbehinderte oder Behinderte oder Leute mit Einschränkungen, da appellier ich an die Städte, Gemeinden und Kommunen, solche Jobs zur Verfügung zu stellen, da in der privaten Wirtschaft leider immer weniger Jobs zur Verfügung gestellt werden. Da die Ausgleichszahlung auch für Betriebe, die Millionen Umsätze machen, nicht relevant sind. Auch viele Jobs werden mit Leiharbeitsfirmen besetzt, die für behinderten Menschen keinen Platz mehr haben. So gehört viel Nachholbedarf und Bewegung in den Arbeitsmarkt. Dies musste ich leider selber auch am eigenen Leib erfahren. Solange man funktioniert ist man angesehen, bekommt man eine Behinderung wo man nichts dazu kann, ist man leider aus dem System und viele wollen mit dir nichts mehr zu tun haben. Das ist meine Meinung zur Inklusion, vielen Dank.
  • Inklusion, ja, was beinhaltet Inklusion alles? Da hätten wir zunächst das „I“. Das „I“ steht für Ideen, die wir dringend benötigen, um Dinge die uns zunächst unmöglich erscheinen, möglich zu machen. Das „N“, das steht für Neuerungen, die wir auf politischer und gesellschaftlicher Ebene dringend benötigen. „K“ für Kompetenzen, die in jedem von uns stecken, egal ob mit Einschränkungen oder ohne. Das „L“ steht für Lachen, dass uns alle verbindet. „U“ für Umdenken, dass jeder von uns kann. „S“ steht für die Stärken von Selbstsicherheit und Kompetenzen. „I“ für die Individualität, denn wir alle sind auf unsere ganz eigene Art besonders und einzigartig. „O“ für ohne Vorurteile denken, denn diese behindern die Inklusion. Das „N“ steht für neue Wege in der Gesellschaft, in der Bildung und der Arbeitswelt.
  • Inklusion bedeutet für mich, dass wir den Begriff Normalität neu definieren, so dass Menschen mit Handicap in unserer Gesellschaft Stärke und Akzeptanz erfahren.
  • Wortspiel: Inklusion besteht aus Inklus und ion. Das ist inklusive und Union. Also inklusive ergibt Union. Inklusiv ist Union. Kleiner Gedankensprung: Einsam sind wir leer, gemeinsam sind wir stark.

 

Protest-Ohrwurm Nr. 5
„Deine Stimme für Inklusion – Mach mit!“ zum europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2021

 

  • Hallo. Mein Name ist Julian Wendel und ich bin vor 36 Jahren mit einer angeborenen Muskelerkrankung auf die Welt gekommen. Diese bewirkt, dass meine Muskulatur immer schwächer wird und ich mittlerweile fast vollständig gelähmt bin. Trotz der schweren Einschränkung habe ich Psychologie studiert und bin jetzt kommunaler Behindertenbeauftragter der Stadt Würzburg. In diesem Feld setze ich mich auch für Inklusion ein. Für mich bedeutet Inklusion als Mensch mit einer Behinderung im Alltag sichtbar zu sein. Und zwar überall. Egal ob im Büro oder im Biergarten, an der Tankstelle oder vor dem Traualtar, in jeder Schule und in jedem Sportstadion. Ein Mensch mit Behinderung muss überall vorkommen. Das ist für mich Inklusion.
  • Für uns ist Inklusion, dass wir wieder alles zusammen machen können.
  • Ich bin wirklich froh, dass wir in einem Rechtsstaat leben, in dem die Unantastbarkeit der Menschenwürde verfassungsmäßig geschützt ist. Nur eine inklusive Gesellschaft ist in meinen Augen in der Lage allen Menschen ein würdiges Miteinander zu ermöglichen. Daher meint Inklusion nicht nur die Bemühung um gesellschaftliche Teilhabe, sie ist für mich vielmehr untrennbare Basis einer freiheitlichen Demokratie und sollte als hohes Gut geschützt und von allen Menschen aktiv gelebt werden.
  • „Alle Kinder lernen mit und von einander gerade durch ihre Unterschiedlichkeit. Deshalb ist Inklusion für uns Malteser ein so großes Anliegen.“
  • Meine Vision ist, dass es den europäischen Tag zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderung nichtmehr braucht, weil auch der Letzte begriffen hat, dass es nicht DIE Behinderten gibt, sondern dass es jeweils Menschen sind und Menschen sind unterschiedlich. Sehr sogar. Und dass jeder andere Bedürfnisse hat und braucht und dass eine Schwerbehinderung nur sagt, eine anerkannte, dass dieser Menschen ein bisschen mehr Unterstützung braucht. Das der Schwerbehindertenausweis nur das Eingangstor zu einem anderen Hilfesystem ist, sowie jeder Schulabschluss andere Möglichkeiten öffnet. Das ist mein Wunsch und dass es auch dem Allerletzten klar wird, dass eine Behinderung nicht immer angeboren ist, sondern dass es jeden treffen kann. Weil auch ein Mensch mit einer Krebserkrankung, einer Epilepsie, einem orthopädischen Leiden oder einen Schwerbehindertenausweis beantragen kann. Wir sollten den Menschen sehen und nicht den Behinderten. Das ist mein Wunsch. Darauf hoffe ich und dafür stehe ich, Gerda.
  • Inklusion ist kein Wunsch und auch kein gesellschaftliches Zugeständnis an Menschen mit Behinderung. Inklusion ist ein Menschenrecht. Und auch wir im Landkreis Würzburg verpflichten uns für dieses Menschenrecht engagiert und mit Herzblut einzustehen.
  • Wenn Richtlinien und Verordnungen für Menschen die gegen Corona geimpft oder eine Corona Erkrankung hatten erlassen werden, ist darauf zu achten, dass gesundheitlich beeinträchtigte, die sich nicht impfen lassen können oder dürfen, mitberücksichtigt werden müssen, damit sie privat oder beruflich nicht ausgegrenzt oder benachteiligt werden.
  • … denn Inklusion beginnt im Kopf.

15 Jahre IFD – Eine Zeitreise

„Die siebte Tochter“: So titelte am 27.06.2007 die Presse zur Einweihung des Integrationsfachdienstes Würzburg zur siebten Tochtergesellschaft der Mainfränkischen Werkstätten. Am 01. April nahm der Fachdienst seine Arbeit mit Sitz im Stadtteil Grombühl in Würzburg auf. Zuständig ist er bis heute für die Regionen Würzburg Stadt und Landkreis sowie die Landkreise Main-Spessart und Kitzingen. Das Team bestand damals aus fünf Mitarbeiter*innen. Der Auftrag war damals wie heute derselbe: „Menschen mit Behinderung bei der Integration ins Arbeitsleben zu unterstützen und Arbeitgeber zu beraten, die schwerbehinderte Menschen beschäftigen bzw. dies beabsichtigen zu tun“. Trotzdem hat sich die Arbeit in den letzten Jahren gravierend geändert: vom „ambulanten“ Fachdienst zum Dienstleister für Menschen mit Behinderung und Arbeitgeber. Der IFD Würzburg hat sehr hart dafür gearbeitet, dass er heute, 15 Jahre später, mit über 30 Mitarbeiter*innen dasteht. Welche Meilensteine sind zu verzeichnen?

2007 Am 01. April nahm der IFD seine Arbeit auf. Neben Arbeitsvermittlung und Begleitung im Beruf begann er mit dem bayernweiten Förderprojekt „Übergang Förderschule – Beruf“. Es war der Beginn einer großartigen Erfolgsgeschichte, Schülerinnen und Schüler aus den Förderschulen am Ende der Schulzeit auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu begleiten und in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu vermitteln. Bis heute ist der IFD damit beauftragt und hat inzwischen über ???? Schülerinnen und Schüler begleitet und in ??? Arbeitsverhältnisse vermittelt.

2007 war auch das Jahr, in dem der IFD Würzburg erstmals Mitarbeiter aus einer Werkstatt für Behinderte Menschen dabei unterstützt hat, ebenfalls ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu finden. Der IFD Würzburg bewirbt sich auch für erste Maßnahmen im Auftrag der Agentur für Arbeit.

2008 Ebenfalls am 01. April startete der IFD Würzburg mit seinem Kooperationspartner, der Don Bosco Berufsschule, mit der Vertieften Berufsorientierung. Ziel war es, junge Menschen am Ende der Schulzeit mit sonderpädagogischem Förderbedarf dabei zu unterstützen, ihren Weg ins Berufsleben bzw. nach der Schule zu finden. 

2009 beschäftigte der IFD Würzburg schon 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Jahr war vor allem durch das neue Projekt „IKEA“ geprägt. Im Sommer eröffnete in Würzburg der Möbelgigant. Die Schwesterfirma IAF (Integrative Arbeitsförderung) schloss mit IKEA Food einen Vertrag über die Dienstleistung in der Spülküche, dem Gastraumservice und dem Bistro. Würzburg musste kurz vor dem Verhungern gewesen sein, da das Restaurant von Gästen überrannt wurde: Köttbullar, Riesenschnitzel und Hotdogs waren der „Renner“. Zeitweilig überholte das Restaurant in seinem Tagesumsatz den von St. Petersburg. Das benötigte Personal konnte gar nicht schnell genug akquiriert werden. So standen am Ende fast alle IFD-Mitarbeiterinnen mit in der Spülküche und halfen mit. Jede und jeder, der damals dabei war, erzählt es immer noch voller Staunen, wie das gigantische Unternehmen gestemmt wurde.

 

2010 führte der IFD Würzburg seine offene Sprechstunde ein. Ein wöchentliches niederschwelliges Angebot, das inzwischen 150 Ratsuchende jährlich wahrnehmen. Auch aus anderen Regionen kommen Anfragen um Rat und Hilfe.

2011 fand im Oktober ein Fachtag zum Thema „Handicap und Arbeit – Investieren lohnt sich“ für Arbeitgeber und Kooperationspartner statt. Der IFD Würzburg hatte ins IKEA-Restaurant eingeladen. Diese außergewöhnliche Location zog über 80 Gäste an. Unter Corona-Bedingungen wäre dies nicht möglich gewesen. Der Fachtag war ein voller Erfolg.

2012 startete der IFD Würzburg seine Kooperation mit der Diözese Würzburg. Er stellte mit einer Mitarbeiterin eine halbe Personalstelle, die als Ansprechperson für Mitarbeitende mit Behinderung und deren Dienstvorgesetzten fungierte. Im selben Jahr führt der IFD für jeden Fachbereich so genannte „Koordinatoren“ ein: Arbeitsvermittlung, berufliche Sicherung und Übergang Förderschule – Beruf bekamen jeweils einen Koordinator bzw. eine Koordinatorin zugeordnet.

2013 stand unter dem Zeichen großen personellen Wachstums. Gleich sechs neue Mitarbeiter*innen beginnen im IFD Würzburg zu arbeiten.

2014 wurde die Entscheidung gefällt, umzuziehen. Der IFD platzte aus allen Nähten. Eine neue Location wurde in der Reuerergasse 6 in Würzburg gefunden. Das Objekt, eine alte Schlosserei, wurde renoviert und kurz vor Weihnachten war es soweit: der IFD zog um. Allerdings war es sehr optimistisch gedacht, denn das Jahr 2015 begann auf der Baustelle. Türen fehlten, die Maler und Verputzer waren am Werk. Zwischen Staub und Dreck fand die Arbeit statt. Trotz erschwerter Bedingungen lief die Arbeit weiter.

 

 2015 stand unter dem Motto „Im neuen IFD ankommen“. Die Kollegen mussten sich finden. Vor allem das neue Raumkonzept des Großraumbüros war für den/die ein oder andere erst einmal gewöhnungsbedürftig. Am 29.06.2015 wurde Einweihung gefeiert.

 

2016 formierte sich ein Team, das sich um das Thema Arbeitssicherheit und Mitarbeiter-Gesundheit kümmerte. Erstmals kam einmal im Monat ein mobiler Masseur. Ein gemeinsamer Team-Tag auf der Benediktushöhe in Retzstadt lud zum Thema „Ziele des IFD“ ein.

 

2017 begann spannend, da gleich in fünf Fachbereichen im Laufe des Jahres Entscheidungen und Ausschreibungen stattfanden, ob die Finanzierung weiter läuft oder nicht. im Sommer bewarb sich der IFD um die Trägerschaft der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB). Das neue Beratungsprojekt sollte 2018 bundesweit eingeführt werden.

2017 feierte der IFD seinen 10. Geburtstag. Er lud zu einer Veranstaltung ins Theater Augenblick ein, an der viele Gäste teilnahmen.

 

 

2018 blieb zu Beginn spannend, da noch keine Entscheidung über die Durchführung der EUTB feststand. Anfang Februar kam dann der Bescheid. In einem Schnellstart baute der IFD die neue Beratungsstruktur auf. Drei Vollzeitstellen kamen im Laufe des Jahres dazu. Der IFD konnte ab jetzt auch zu Themen außerhalb von Arbeit beraten. Heute ist er an drei Standorten vertreten: Würzburg, Gemünden und Kitzingen.

2019 beschäftigte der IFD Würzburg durchschnittlich 19 Vollzeitstellen, verteilt auf ca. 30 Köpfe.

2020 und 2021 standen im Zeichen der Corona-Pandemie. Der IFD strukturierte, wie viele Unternehmen, seine Arbeitsweise um: mobiles Arbeiten, digitale Besprechungen und Online-Konferenzen standen plötzlich auf der Tagesordnung. Der IFD ist inzwischen im digitalen Zeitalter voll und ganz angekommen. Manches wird bleiben…

2022 steht unter dem Motto „Feiern“: 15 Jahre IFD Würzburg GmbH, 10 Jahre Kooperation mit der Diözese Würzburg und das 5. Jahr EUTB.

 

Und was war sonst noch alles los? Feiern, Firmenlauf, After-Work-Treffen, Betriebsausflüge, Weihnachtsessen im Januar/Februar,… Es ließe sich noch vieles über gemeinsame Aktionen und Aktivitäten berichten. In Erinnerung bleiben viele schöne Stunden, die das Team gemeinsam verbrachte. Freuen wir uns auf weitere und die enge Verbundenheit in der Region mit tollen Kooperationspartnern und Arbeitgebern.

 

 

Hinweis Umzug

!Der IFD Würzburg zieht um !

ab dem 19.6.2023 finden Sie uns am Bahnhofplatz 2, 97070 Würzburg (Posthochhaus)

Wir ändern unsere Telefonnummer

ab dem 19.6.2023 erreichen Sie unsere Zentrale unter: 0931/ 2509136-00

- Bis zum 19.6.23 bleibt alles wie gewohnt -
 

Wir ersetzen unsere bisherige Online Sprechstunde in Gebärdensprache durch eine neue E-Mail-Adresse. Damit können wir schneller auf Ihre Fragen antworten.

Sie haben eine Frage zum Arbeitsleben oder suchen Arbeit?

Senden Sie uns eine E-Mail an: hoerbehinderung@ifd-wuerzburg.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular für Menschen mit Hörbehinderung.
Gerne vereinbaren wir einen Termin mit Ihnen. Unsere Mitarbeiter sind gebärdensprachkompetent.

Folgendes Schutz- und Hygienekonzept gilt im IFD Würzburg

  • Beratungen finden telefonisch oder nach vorheriger Absprache auch vor Ort statt
  • Besucher des IFD Würzburg sowie Teilnehmer*innen von Maßnahmen im Auftrag der Agentur für Arbeit oder eines Jobcenters müssen einen 3G-Nachweis (Geimpft, Getestet, Genesen) bei Betreten des IFD vorlegen
  • Ein PoC-Antigentest darf maximal 24 Stunden, ein PCR-Test maximal 48 Stunden zurückliegen
  • Des Weiteren gilt für Besucher eine durchgängige Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske
  • Es ist, soweit möglich, immer ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Wo dieser nicht zuverlässig eingehalten werden kann sorgen wir durch technisch-organisatorische Maßnahmen für gleichwertigen Schutz
  • Ebenso gelten die grundlegenden Hygieneregeln wie:
    • Hände häufig waschen und desinfizieren
    • Niesen und Husten in die Armbeuge

Das Jahr 2022 steht für den IFD unter dem Zeichen zweier „Jubiläen“: zum einen feiert der IFD Würzburg sein 15jähriges Bestehen, zum anderen besteht die Kooperation mit der Diözese Würzburg 10 Jahre (weitere Informationen unter „Für Arbeitgeber – Projektpartner werden“).

Zehn Jahre Erfolgsgeschichte

Bistum Würzburg und Integrationsfachdienst feiern zehnjährige Kooperation – Bischof Jung: Es ist wichtig, die Belange von Menschen in schwierigen Lebenssituationen im Blick zu haben

Würzburg (POW) Als wichtige und gute Kooperation haben Vertreterinnen und Vertreter von Bistum Würzburg und Integrationsfachdienst (ifd) ihre zehnjährige Zusammenarbeit bei einer Feierstunde am Mittwoch, 23. Februar, in der Jugendkirche Würzburg gewürdigt. „Jeder ist bedürftig und behindert. Es ist daher wichtig, Menschen mit Behinderung Gehör zu verschaffen und sich in Konfliktsituationen für ihre Perspektive stark zu machen“, sagte Bischof Dr. Franz Jung. Vollständige Inklusion sei zwar auf Erden ein unerreichbares Ideal. Es brauche dennoch den Mut zur sozialen Utopie. Gerade die Kirche sei hier gefordert. Sie habe als Vorbild und Begleiter Jesus Christus, „der alle Gebrochenheit getragen hat“.

Eva Klässer, Prokuristin des ifd, blickte auf die Entstehung der Kooperation mit dem Bistum. Im Jahr 2011 sei erstmals die Idee aufgekommen, eine eigene Anlaufstelle innerhalb der Diözese Würzburg für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit und ohne Behinderung und deren Vorgesetzte einzurichten. Damals kümmerte sich der ifd um einen gehörlosen Auszubildenden, bei dem es Probleme in der Berufsschule gab. Neben einer Nachhilfe organisierte der Integrationsfachdienst auch eine Verbesserung der Kommunikation im Betrieb sowie die Einrichtung eines Vibrationsalarms, damit der Mitarbeiter angefunkt werden konnte. „Aufgrund dieser engen Zusammenarbeit ergaben sich innerhalb der Diözese Würzburg diverse andere Fragestellungen, zum Beispiel, wie Langzeitkranke, psychisch instabile oder sowohl körperlich als auch psychisch nicht belastbare Mitarbeiter unterstützt werden können.“

Seit dem Start der Kooperation im Januar 2012 habe der ifd auch ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) aufgebaut. Dieses betreut Beschäftigte, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind. Wie Klässer erklärte, habe sich das Angebot des ifd auch in andere Richtungen weiterentwickelt. Seien zu Beginn hauptsächlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung angesprochen gewesen, kümmerten sich heute die beiden Integrationsfachdienstmitarbeiterinnen Julia Unkelbach und Katrin Nikolai um alle Belange der Angestellten innerhalb der Diözese Würzburg, die sich in herausfordernden Lebenssituationen befinden. „Das kann der Verwaltungsangestellte sein, der einen zu pflegenden Angehörigen zu Hause hat und sich in einer besonderen Belastungssituation befindet, oder eine Küchenkraft mit einer Hörbehinderung, bei der die Kommunikation am Arbeitsplatz verbessert werden muss.“ Kein Thema bleibe ausgeschlossen.

Neben dem Beratungsangebot gehöre auch die Vernetzung von verschiedenen Einrichtungen innerhalb der Diözese Würzburg zu den Aufgaben des Integrationsfachdienstes, sagte Klässer. In Form eines Runden Tisches treffen sich etwa zehn Einrichtungen der Diözese Würzburg mehrmals jährlich und tauschen sich über verschiedene Themen aus. So wurden beispielsweise die Inhalte der Inklusionsvereinbarung besprochen, die seit 2020 in Kraft ist und die Teilhabe schwerbehinderter und langzeiterkrankter Menschen innerhalb der Diözese Würzburg festschreibt.

Dr. Harald Ebert, Leiter der Würzburger Caritas-Don Bosco-Berufsschule und Mitglied des Runden Tischs Inklusion, lobte den Paradigmenwechsel, der sich seitens der Kirche in den vergangenen Jahrzehnten vollzogen habe. Er selbst erinnere sich noch, dass 1984 die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) eine Referatsstelle „für Menschen in der Lebenslage Behinderung“ eingerichtet habe. Der Jugendverband habe damit, anders als beispielsweise bei vielen Angeboten der Caritas, den Blick nicht auf ein „für“, sondern auf das „mit“ Menschen mit Behinderung gelegt. Ab dem Jahr 2000 haben laut Ebert dann die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und der Familienbund der Katholiken (FDK) sich des Themas angenommen. „Es muss einen Unterschied machen, wie Kirche mit besonderen Lebenssituationen umgeht“, sagte Ebert. In der Wirtschaft sei, bis kürzlich gesetzliche Regelungen getroffen wurden, bis auf wenige löbliche Ausnahmen das Prinzip „Exklusion und Entsorgung“ vertreten worden. Ebert dankte den Frauen, die mehrheitlich das Thema Inklusion bei der Kirche präsent gehalten hätten, namentlich Hildegard Metzger und Pia Beckmann. Dass das Thema durch die Zusammenarbeit mit dem ifd eine Verstetigung gefunden habe, sei „ein Stück meiner Kirche, das ich gerne vorzeige“, erklärte Ebert.

Mehr als ein Dutzend Frauen und Männer aus Bischöflichem Ordinariat, Caritas, Sozialdienst katholischer Frauen, Vinzenz-Werkstätten oder Caritas-Don Bosco-Berufsschule, die dem Runden Tisch Inklusion angehören, schilderten in kurzen Videoeinspielungen ihre positiven Erlebnisse und ihre Motivation für diesen Einsatz.

Bischof Jung deutete das Thema Inklusion anhand der biblischen Erzählung der Begegnung Jesu mit dem blinden Bartimäus in Jericho. Jesus bleibe bewusst stehen und rufe den Blinden zu sich. Es sei wichtig, Menschen bewusst wahrzunehmen. Dann frage Jesus Bartimäus, was er für ihn tun solle. Ähnlich funktioniere der Runde Tisch Inklusion, der seit fünf Jahren bestehe und versuche, passgenaue Angebote im Raum der Kirche zu entwickeln. Es gehe darum, im Sinne einer ausgleichenden Gerechtigkeit die Anwaltschaft für Menschen mit Behinderung zu übernehmen. Der Mensch sei, wie der Philosoph, Anthropologe und Soziologe Arnold Gehlen sagt, ein „Mängelwesen“. Es gelte, sich dessen bewusst zu sein, da krisenhafte Lebenssituationen wie Phasen einer längeren Erkrankung jeden treffen könnten. Wenn Kirche qualifiziert mit den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgehe, könne sie auch nach außen, beispielsweise in die regionale Wirtschaft hinein, glaubwürdig für die Belange von Menschen mit Behinderung eintreten, betonte Bischof Jung.

Stichwort: Integrationsfachdienst Würzburg

Der Integrationsfachdienst Würzburg (ifd) ist eine Beratungsstelle, die Menschen mit Behinderung bei der Integration ins Arbeitsleben unterstützt und Arbeitgeber berät, die schwerbehinderte Menschen beschäftigen oder beabsichtigen, das zu tun. Seine gesetzliche Grundlage findet sich im Schwerbehindertenrecht, dem Sozialgesetzbuch IX, §192ff. Neben Hilfe bei der Stellensuche bietet der ifd auch Begleitung im Arbeitsleben und unterstützt auch Schülerinnen und Schüler von Förderschulen bei der beruflichen Orientierung. Weitere Informationen im Internet unter www.ifd-wuerzburg.de. Die Mitarbeiterinnen der betrieblichen Sozialarbeit innerhalb der Diözese Würzburg, Kathrin Nikolai und Julia Unkelbach, sind unter E-Mail kathrin.nikolai@ifd-wuerzburg.de beziehungsweise julia.unkelbach@ifd-wuerzburg.de sowie telefonisch unter 0931/38660065 im Kilianeum-Haus der Jugend in der Würzburger Ottostraße 1 zu erreichen.

Quelle: Pressestelle des Bistums Würzburg